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ANOREXIE

Was heißt Anorexie?
Anorexie ist die medizinische Bezeichnung der Magersucht. Der Fachbegriff leitet sich von dem griechischen „anorektein“ ab. Übersetzt heißt das soviel wie „ohne Appetit sein“. Allerdings ist Appetitlosigkeit kein klassisches Symptom der Magersucht. Die Betroffenen versuchen vielmehr, den Appetit zu unterdrücken.

Woran erkennt man, ob jemand magersüchtig ist?
Ein Hinweis ist ein deutliches Untergewicht. Um dies zu erreichen, essen Menschen mit Magersucht nur winzige Mengen. Zusätzlich nehmen sie manchmal auch Appetitzügler, Abführ- oder Entwässerungsmittel ein.
Die Betroffenen fühlen sich zu dick, obwohl sie dies objektiv nicht sind. Obwohl sie immer dünner werden, steigt ihre Angst, zuzunehmen.
Sie verleugnen ihre Bedürfnisse und unterwerfen sich einer strengen Selbstkontrolle. Das vermittelt ihnen die Illusion von Stärke und Selbstständigkeit. Mehr und mehr ziehen sich Menschen mit Magersucht von anderen zurück.

Magersucht ist eine schwere Krankheit. Deshalb braucht man die Hilfe von Ärztinnen oder Ärzten und Therapeutinnen oder Therapeuten.
Unter www.bzga-essstoerungen.de finden Sie eine Liste mit Beratungsstellen, Kliniken und sonstigen Anlaufstellen.

In welchem Alter tritt Magersucht auf?
Magersucht kann in jedem Alter auftreten. Besonders gefährdet sind Jugendliche während der Pubertät. Am häufigsten ist Magersucht bei 14-Jährigen. Manche Kinder und Jugendliche bekommen diese Essstörung aber auch schon früher.
Betroffen sind vor allem Mädchen. Jungen und Männer erkranken seltener. Allerdings wird die Essstörung bei Jungen und Männern oft erst spät erkannt. Denn Magersucht gilt immer noch als typisch weibliche Krankheit.

Kommen bei Magersucht auch Essattacken vor?
Ja. 60 Prozent der Menschen mit Magersucht bekommen im Laufe der Zeit Essattacken und unterbrechen ihre Dauerdiät. Zum Beispiel weil der Hunger unerträglich wird oder weil sie dem Drängen der Eltern nachgeben.
Allerdings versuchen die Betroffenen ihre Essanfälle wieder „ungeschehen“ zu machen. Sie erbrechen, treiben übermäßig Sport oder nehmen Abführmittel und andere Medikamente ein.
In etwa 20 bis 30 Prozent der Fälle entwickelt sich im Verlauf der Magersucht eine bulimische Essstörung.

Kann Magersucht zum Tod führen?
Ja. Das niedrige Gewicht kann
• den Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt stören,
• die Herzfunktion beeinträchtigen und
• den Blutdruck gefährlich senken.
Diese Faktoren können lebensbedrohlich sein.
Die dauerhafte Mangelernährung kann auch den Knochenstoffwechsel stören. Damit ist das Risiko verbunden, bereits als junger Erwachsener an Knochenschwund (Osteoporose) zu erkranken.
In besonders schlimmen Fällen kann die Magersucht das Herz und andere Organe schädigen. Schwerwiegende Organschäden können tödlich enden.
Etwa jede zehnte Patientin bzw. Patient stirbt in den ersten zehn Jahren der Krankheit. Ein Teil der Betroffenen begeht Selbstmord.
Je früher eine professionelle Beratung und Behandlung beginnt, desto größer sind die Heilungschancen. In spezialisierten Zentren können die Betroffenen besser versorgt werden. Die Sterberate scheint dadurch zurückzugehen.
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