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INTERNET

Welche Gefahren bestehen bei der Aufklärung über Essstörungen im
Internet?


Vorsicht vor Websites oder Beiträgen im Internet, die Essstörungen verherrlichen!
Im Internet gibt es viele Informationen zu Essstörungen. Doch manche Angebote
sind nicht seriös. Sie verherrlichen die Krankheiten als Lebensstil,
als Modeerscheinung und verharmlosen bewusst ihre Folgen für die Gesundheit.
Das zeigt sich schon an den verniedlichenden Bezeichnungen:
„Pro Ana“ steht für Magersucht (Anorexia nervosa) und „Pro Mia“ für Bulimie
(Bulimia nervosa).
Auch auf Videoplattformen, in Blogs, sozialen Netzwerken, Diskussionsforen
oder Chats kann es Beiträge zu Pro Ana oder Pro Mia geben.
Statt Hilfe zu geben, um aus der Erkrankung auszusteigen, spornen die
Beiträge und Angebote dazu an, an der Essstörung festzuhalten. Sie motivieren
zum Nachahmen und Durchhalten. Der Austausch in geschlossenen
Zirkeln stärkt die eigene verzerrte Körperwahrnehmung. Zunehmend geht
der Bezug zur Realität verloren. Die Gemeinschaft im Internet suggeriert
ein Wir-Gefühl, das die Betroffenen abhalten kann, sich gegen die Krankheit
zu stellen. Alles zielt darauf ab, die Krankheit zu erhalten, und das hat
schwere gesundheitliche Folgen.

Folgendes weißt auf Pro Ana und Pro Mia hin:
• Anas Brief / Mias Brief der die Essstörung als einzig wahre Freundin
darstellt,
• Gebote, Gesetze, Glaubensbekenntnisse, Psalmen, Verhaltensanweisungen
in Form von Glaubensregeln,
• Fotos und Videos als Inspiration zum Dünnsein, so genannte Thinspirations
(thin = englisch "dünn"),
• Tipps und Tricks zum Abnehmen und zum Geheimhalten der Essstörung,
• Motivation und „Hilfen“, z. B. in Form von Motivationsverträgen, Abnehm-
Wettbewerben, Ess- und Gewichtstagebüchern, Suche nach
Partnerinnen und Partnern zum Abnehmen,
• Pro-Ana- und Pro-Mia-Foren, häufig „hinter verschlossenen Türen“
(der Zugang ist nur mit einem Passwort möglich).

Wenn Sie auf Pro-Ana- oder Pro-Mia-Angebote treffen, melden Sie diese
bei www.jugendschutz.net
bei www.internet-beschwerdestelle.de
oder beim Internetanbieter.

Mehr Information finden Sie in der Broschüre „Gegen Verherrlichung von
Essstörungen im Internet" vom Bundesministerium für Familie, Senioren,
Frauen und Jugend (www.bmfsfj.de ).
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