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MÄNNER UND ESSSTÖRUNGEN

Ist eine Essstörung nicht eine „typische Frauenkrankheit“?

Nein. Frauen haben zwar häufiger eine Essstörung als Männer. Aber
beispielsweise bei den Magersüchtigen ist der Anteil der Männer bei fünf
bis zehn Prozent. In Deutschland sind damit etwa 90 000 Jugendliche
und junge Männer betroffen.

Welches können erste Hinweise für eine Essstörung sein?

Es gibt viele verschiedene Anzeichen für eine Essstörung. Vorsicht ist
geboten wenn die betroffene Person
• sich übertrieben stark mit dem Thema Nahrung beschäftigt,
• ständig nur ans Essen oder Nicht-Essen denkt,
• sich extrem einseitig ernährt,
• isst oder hungert, um Gefühle zu unterdrücken oder Konflikte zu
vermeiden,
• stark an Gewicht verliert,
• ein gestörtes Körper- und Selbstwertgefühl hat,
• unter Hormonveränderungen leidet,
• übertrieben viel Sport treibt oder
• leistungssteigernde Substanzen wie Anabolika einnimmt (Hinweise
dafür können körperliche Anzeichen wie z.B. Akne oder
Veränderungen an den Brustwarzen sein)

Wo finde ich als Mann eine ambulante- oder Telefonberatung?

Viele Beratungsstellen sind für Männer und Frauen gleichermaßen da. Es
gibt aber Ausnahmen. Frauenberatungsstellen und Mädchenhäuser zum
Beispiel sind speziell auf weibliche Betroffene ausgerichtet.
Fragen Sie direkt beim ersten Kontakt mit der Beratungsstelle nach
Angeboten für Männer.
Darüber hinaus können Sie das anonyme Beratungstelefon der
News
Persönliche Beratung
Telefonberatung
Onlineberatung