www.essstoerungen-frankfurt.de | Kontakt | Impressum | Sitemap | Facebook

PRÄVENTION

Gibt es spezielle Projekte zur Prävention von Essstörungen?

Mittlerweile gibt es eine Reihe von Maßnahmen, in denen unter anderem
über Essstörungen aufgeklärt wird um diese vorzubeugen oder um sie
frühzeitig zu erkennen. Viele dieser Maßnahmen haben das Ziel zur
Stärkung der Lebenskompetenzen von Jugendlichen beizutragen. Die
Förderung des Selbstwertgefühls, der Kritische Umgang mit den Medien
und dem darin vermittelten Schönheitsideal, das Erlernen mit Gefühlen
umzugehen sowie die Entwicklung eines positiven Körpergefühls können
Inhalte sein.
Auf www.bzga-essstoerungen.de sind solche Angebote nach Postleitzahlen
geordnet zu finden.
Einige Programme werden in den Schulunterricht integriert an denen alle
Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Zum Teil werden Jungen und
Mädchen in diesen Programmen getrennt.
Es sollte berücksichtigt werden, dass mit der Thematisierung des Themas
Essstörungen auch die Gefahr verbunden ist essstörungstypische
Verhaltensweisen nachzuahmen.

Was sollten Eltern und Menschen aus dem Freundeskreis beachten,
um Essstörungen nicht zu verschlimmern?


Allgemein gilt: Wer helfen will, muss zuerst Vertrauen aufbauen!
Vermeiden Sie Kritik am Essverhalten und der Figur. Versuchen Sie, die
Persönlichkeit stets als Ganzes wahrzunehmen. Der bzw. die Betroffene
sollte nicht das Gefühl haben, nur aufgrund seiner Erkrankung beachtet
zu werden. Denn so entsteht keine Motivation, sich helfen zu lassen.
Gehen Sie möglichst frühzeitig in eine ärztliche Praxis. Der Grund: Starker
Gewichtsverlust kann auch organische Ursachen haben, z. B. eine
Fehlfunktion der Schilddrüse.
Auch Psychotherapeutinnen bzw. Psychotherapeuten können Betroffenen
helfen. Suchen Sie Fachleute auf, die bereits Erfahrung bei der Behandlung
von Essstörungen haben.
Auf keinen Fall sollten Sie versuchen, die Betroffenen selbst zu therapieren.
Sie geraten dabei immer in einen Rollenkonflikt. Üben Sie bei Hinweisen
auf eine mögliche Essstörung weder Druck noch Zwang aus.
Machen Sie aber deutlich, dass Sie das auffällige Essverhalten als Problem
wahrnehmen.
Versuchen Sie, die eigene Motivation der Betroffenen zu stärken, sich
professionelle Hilfe zu suchen. Machen Sie Vorschläge. Überlassen sie
Ihrem Kind die Wahl der Ärztin oder des Arztes. Volljährige sollten selbst
entscheiden, ob sie alleine oder in Begleitung in die ärztliche Praxis gehen
wollen.
Machen Sie Ihrem Kind deutlich, dass Sie als Eltern auf die Einschätzung
von Fachleuten angewiesen sind. Besonders dann, wenn der Gewichtsverlust
sehr stark ist oder Komplikationen auftreten wie Kreislaufprobleme
oder unregelmäßige Monatsblutungen.

Was kann ich tun, um Essstörungen frühzeitig zu erkennen?

Beobachten sie Ihr Kind, Ihren Schützling oder sich selbst.

Achten Sie auf folgende Warnzeichen:
• das Gefühl, zu dick zu sein – trotz Gewichtsverlustes bis hin zum
Untergewicht,
• auffällige Rituale wie ein extrem langes Kauen oder eine übertriebene
Zerkleinerung des Essens,
• Hunger wird trotz strenger Diät verleugnet,
• übertriebener Sport, sogar bei Verletzung oder Krankheit,
• zwanghaftes Verhalten – z.B. werden Nahrungsmittel in »gut« und
»schlecht« eingeteilt,
• Erbrechen nach dem Essen oder ein regelmäßiger Rückzug ins
Bad,
• Heißhungeranfälle, heimliches Essen, Stehlen von Essen.
News
Persönliche Beratung
Telefonberatung
Onlineberatung